….vermisse ich Wien. Die Stadt. Die Kultur. Und vor allem der Wienerwald. Das Hügelige, jederzeit und überall bergauf, bergab laufen zu können. Herrlich ist das! Und vermissen tue ich das! Hier ist es ja flach wie auf einer Palatschinke.

 

Dafür ist hier alles mit dem Rad innert 15 Minuten erreichbar. Auch nicht so schlecht. Stinken tut es auch viel weniger. Sehr viel weniger. OK, Hundekot tut man hier in der Siedlung noch weniger aufräumen als in Wien, aber dafür muss ich nicht in der U-Bahn die Mischung aus Nikotin, Kebap und billigem Parfüm aushalten. Hat auch was.

 

Dommayer. Oh, mein Dommayer. Dich vermisse ich. Immer! Meine Geldbörse aber nicht. Auch gut.

 

Dass Frau Prater Hauptallee vermissen kann habe ich nicht gewusst. Kann man aber. Jedenfalls das schier endlose Angebot an Trainingspartnern dass man dort vorfindet. Der Akademiepark ist auch fein. Manchmal. Aber ganz ohne Trainingspartner. Ziemlich fad. Dafür gibt es Fasane und Rehe alle paar Meter. Auch nicht schlecht.

 

Am Meisten vermisse ich aber die Morgenläufe. Mit Heli im Wienerwald. Mit Runtasia auf der Hauptbüchereistiege. Mit David im Paradies. Mit den Rollovers in Schönbrunn. Ach, es gab schon gute Sachen in Wien.

 

Gute Erinnerungen machen Sehnsucht. Sehnsucht ist schön. Sehnsucht macht Vorfreude. Vorfreude auf ein Wiedersehen.

 

Und dann, dann ist es wunderschön wieder in Wien zu sein. So, für ein paar Stunden oder sogar für einen Tag. Das aller schönste ist aber nachher Nachhause kommen. Zu der frische Luft und das viele Grün, zu unserem alltäglichen Chaos und laute Kleinkinderwelt. Nach Hause kommen, dort wie mein Herz ist. Ach, ist das schön.